Heute Morgen sind wir so früh wie möglich aufgebrochen. Unser Ziel: Eine antike Stadt, in roten Sandstein gehauen. Schon viel haben wir im Vorhinein von Petra gehört und gelesen. Diesem Weltwunder der Moderne.
Vor mehr als 2000 Jahren haben die Nabatäer sich dazu entschieden, ihre Hauptstadt hier in Jordanien zu errichten. „Stein auf Stein, das kann ja jeder“ muss sich ein/e ambitionierte/r Stadtplaner/in damals gedacht haben als der Plan entstand alle großen Gebäude direkt aus dem Stein zu schlagen anstatt sie wie andernorts üblich von Grund auf zu erbauen. Und was soll ich dazu sagen, ich bin dieser Person heute sehr dankbar. Denn diese Bauweise hat wohl dazu geführt, dass wir heute hier hergekommen sind.
So schlängeln wir uns denn auch, noch etwas verschlafen, das kilometerlange Zugangstal in die Stätte hinein. Begleitet von den Überresten eines ehemals genialen Wasserleitungssystems das den Nabatäern es erst ermöglichte, bis zu 30.000 Menschen an diesem eher unwirtlichen Ort zu beherbergen. Vor jeder Biegung erwarten wir schon das bekannte Schatzhaus, die sicher berühmteste Fassade der Stadt. Aber stattdessen werden wir immer wieder überrascht von neuen, noch beeindruckenderen Felsspalten und ersten, noch meist kleinen, Felsbearbeitungen. Die Landschaft um Petra wäre es schon für sich wert, hier mehrere Tage zu verweilen. Zu allen Seiten türmen sich rote Sandsteinfelsen empor, stilvoll umrahmt von gelegentlichen grünen Büschen. Da fällt es selbst mir, als alten Schwarz-Weiß-Fetischisten, nicht schwer auch ab und zu ein bisschen Farbe durch die Kameralinse träufeln zu lassen.




















