Hügel der Träume: Das exklusive Drehbuch nun auch mit separatem Begleitheft das ihr hier findet.

Expose

Dieser Kurzfilm versucht, die Brücke zwischen historischen West-Tourismus und den beliebten K-Dramas zu bauen. Dieses Novum in der Filmgeschichte soll auf prägnante, unterhaltsame Weise darstellen, wie zwei deutsche Reisende sich durch die historische Hauptstadt Koreas beeindruckt kennenlernen, die Stadt erkunden und eine Gemeinsamkeit für sich entdecken. Auf diese Weise wird versucht herauszuarbeiten, das die Romantik eines K-Dramas ohne Probleme in ein zweites, touristischeres Genre überführt werden kann und so die Stärken beider Themengebiete vereint werden können. Zusammen sind wir stark. Zusammen sind wir ein Team. Die Liebe siegt immer. Für immer vereint. (Oh, stopp! Das K-Drama hat ja noch gar nicht begonnen. Viel Spaß!)

Erster Akt: Die Ankunft.

Großer Kameraflug über eine hügelige Landschaft im Grünen. Die Sonne steht schon tief, die Bäume hüllen sich in orange-rotem Licht, ein Schmetterling fliegt im Vordergrund einem zweiten Schmetterling hinterher. Aufgeregte, aber ruhige Musik. Die Kamera schwenkt langsam im Sinkflug von der Landschaft auf den fahrenden Zug, sie kommt immer Näher an ein Seitenfenster heran. Wir sehen einen grübelnden, lockigen Mann am Fenster in die Landschaft blicken. Die Gedanken des androgynen Jünglings bloppen in Kristallschrift neben seinen glitzernden Augen auf:

“Ach, wie schön wird es schon werden. Ich habe niemanden mit dem ich meine Erfahrung teilen kann. Ich würde so gerne jemanden beschützen, einfach nur für sie da sein. Aber es wird wohl nicht werden. Ich habe kein Geld für eine Schönheits-OP. Also habe ich auch keine Chance. Keine Frau sollte sich mit mir begnügen müssen”.

Die Kamera schwenkt wieder aus dem Fenster heraus. In einer Spektakulären Kamerafahrt mit Looping fliegt die Kamera auf die andere Seite des Zugs. Dort, in ein Zeichenbuch vertieft, sitzt eine wunderschöne Frau und zeichnet ein Manga-Comic. Sie scheint vertieft in ihre künstlerische Arbeit und bemerkt gar nicht, wie die traumhafte Landschaft an ihr vorbei zieht. Der Zuschauer bekommt einen Blick auf den Manga. Dort spielt sich eine romantische Szene ab, in der ein gutaussehender, lockiger Mann einem sehr jugendlich wirkendem Mädchen erklärt, wie die Welt funktioniert. Die Frau streichelt mit einem Finger träumerisch über den Kopf des Manga-Lockenschopfs und blickt nun doch noch aus dem Fenster. In der Spiegelung bemerkt sie einen lockigen Mann, der sie heimlich beobachtet. Sie findet ihn attraktiv, lächelt scheu und wendet dann schnell den Blick wieder ab. Ihr Make-Up sitzt noch nicht richtig, das ist ihr peinlich. Die Kamera schwenkt wieder aus dem Zug heraus, der gerade in einen modernen Bahnhof einfährt. Über dem Ortsschild, auf dem in koreanischen Lettern “Gyeongju-si” steht, fixiert die Kamera noch einmal zwei Schmetterlinge, die sich mittlerweile gefunden haben und romantisch in den Sonnenuntergang schauen.

Zweiter Akt: Das Wiedersehen.

Die Kamera fährt über ein leeres Bett, eine ordentlich zusammengefaltete Bettdecke. Die Hauptprotagonistin geht gerade aus dem Haus, auf dem Tisch liegt noch ein Flyer von ihrem Ausflugsziel: “Gyeongju, die ehemalige Hauptstadt des alten Silla Königreichs wird auch als Freilichtmuseum bezeichnet. Hier gibt es Tempel und alte Gartenanlagen an jeder Ecke. Das besondere an dieser Stadt sind die vielen alten Hügelgräber. Datiert zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert finden sich hier die Überreste eines alten Adelstandes und einer Hochkultur, die es leicht mit ihren Nachbarn Baekje und Goguryeo aufnehmen konnten. Darin: Sagenumwobene Goldkronen, fantastische Bronzeschwerter und alte Abschriften der Taten Buddhas, mehrere ‘Sutra’s.” Die Kamera schwenkt hoch in den Himmel. Aus der Vogelperspektive beobachten wir, wie die Protagonistin zwischen riesigen Hügelgräbern herumspaziert. Auf der anderen Parkseite betritt der lockige Tourist die Bühne und geht durch den Park. Dabei schaut er nur auf seinen eigenen Flyer. Die Frau betrachtet verträumt einen Hügel, der Mann stolpert direkt in sie hinein und läuft sie dabei fast um. Verdutzt schaut er von seinem Flyer auf, Sie dreht dynamisch ihren Kopf zur Seite, dabei wehen ihre Haare romantisch im Wind. Ihre Augen treffen sich. Freeze. Die Musik schwillt an, alles spielt in Zeitlupe. Nahaufnahmen der Augenpaare folgen dem kitschigen Rhythmus der Musik. Sie erkennen sich aus dem Zug. Doch die Frau erkennt auch, dass er schon ein paar Mal in ihrem Leben eine Rolle gespielt hat.

Rückblende 1: “Die Frau wandert über einen Himalaya-Pass, ist unachtsam und stolpert. Ein fremder, lockiger Mann fängt sie gerade noch auf bevor sie in den Abgrund fliegt. Er geht direkt weiter bevor sie ihm richtig danken kann.”

Rückblende 2: “Der lockige Mann tanzt unbeholfen in einer Swing-Bar in Bangkok. Er wird immer wieder von perfekt tanzenden Thailänderinnen zum Tanz aufgefordert, schafft aber kaum zwei Tanzschritte ohne einen Fuß zu zerquetschen. Eine Frau rettet ihn aus der Situation in dem Sie ihm ein paar Tanzschritte beibringt. Ehe er sich bedanken kann ist sie schon wieder aus dem Bild verschwunden.”

Rückblende 3: “Die Frau wandert hilflos durch eine Pyramide, findet keinen Ausweg und ist kurz vorm Verzweifeln. Ein lockiger Mann kommt aus dem Nichts gesprungen, beruhigt sie und führt sie, wie es eben nur ein Mann kann ;-), direkt nach draußen an die frische Luft.”

Es scheint also Schicksal zu sein, dass die beiden sich hier treffen. Sie beginnen nun ein langes Gespräch, wahren natürlich den physischen Abstand zueinander, und spazieren so durch den Gräberpark. Hierbei bemerken sie, dass sie ein gemeinsames Hobby haben. Die Archäologie. Sie entdecken wunderschön angelegte, buddhistische Tempel, wandern durch ein perfekt restauriertes Hügelgrab und zwängen sich durch die unglaublich überfüllte Museumshalle des großen Silla-Museums. Immer wieder treffen sich ihre Blicke, es ist klar dass da mehr ist als nur eine flüchtige Zuneigung, doch das wird nicht ausgesprochen. Am Abend scheinen die beiden sehr müde. Sie können sich nicht entscheiden was sie nun tun wollen, also entscheiden sie, bei “3” gleichzeitig zu sagen was sie gerne machen würden. Nach einem gespannten “1, 2, ….. 3” rufen beide gleichzeitig “Sauna”. Die Spannung löst sich auf, beide scheinen das gleiche zu wollen. Es ist Schicksal!

Dritter Akt: Das Drama.

Beide kommen gemeinsam an einer der wunderbaren Saunen Koreas an. Sie geben ihr Gepäck ab, ziehen die Schuhe aus und bekommen ihre Einheitskleidung vom Personal gestellt. In kurzer Hose und T-Shirt gehen sie nun glücklich dem Eingang entgegen doch dann kommt der große Downer: Eine eiskalte, braunhaarige Empfangsdame verwehrt ihnen, gemeinsam einzutreten. Es scheint so, also ob die Frau das nur aus reinem Hass auf Paare macht.

Rückblende 4: Ein braunhaariges Mädchen findet ihre große Liebe in einem lockigen Jungen. Doch die Familie erkennt die Verbindung nicht an und schickt den Jungen an die Front. Als dieser nach ein paar Jahren zurückkommt ist er verbittert und alkoholsüchtig. Es stellt sich heraus, dass er nun nur noch seinen Soju liebt und keine Gefühle mehr für die braunhaarige Frau hat.

Die Frau bleibt eiskalt und sorgt dafür, dass der lockige und die hübsche Frau in unterschiedliche Bereiche geleitet werden. Es bildet sich ein kühles Gewinnerlächeln auf den Lippen der Frau. Sie hat es ihnen gezeigt, nie wieder Liebe in dieser Welt! Es folgt eine Abfolge stark verpixelter Aufnahmen in denen die Frau und er Mann jeweils getrennt, nackt durch eine Reihe mal warmer, mal kalter Becken steigen und versuchen sich zu entspannen. Er geht in die heiße Sauna, steigt dann in das kalte Becken doch kann nichts so richtig genießen ohne seine neu gefundene Liebe. Sie lässt sich von den Massage-Strahlern massieren doch die Entspannung tritt nicht ein, er fehlt ihr so sehr.

Vierter Akt: Die Auflösung.

Im Anschluss ziehen sich beide wieder an und gehen in einen zweiten Sauna-Bereich, den Jimjilbang. Es stellt sich heraus, dass nur ein Teil des Spa-Landes getrennt ist, ein anderer, größerer Bereich ist für beide Geschlechter gedacht. Rastlos wandert er durch die einzelnen, angenehmen Hitze-Räume und sucht nach seinem frischen Schwarm. Sie ist weder im Holzkohle-Grill, noch in der Kühlkammer oder im römischen Dampfbad. Verzweifelt geht die Suche weiter und er eilt schnell durch jeden Raum. Im letzten Raum angekommen, dem Salzstein-Raum, sieht er plötzlich ein paar nackter Wanderfüße hinter einer kleinen Wand hervorragen. Er schaut sich das genauer an und entdeckt eine Frau die eine schicke Handtuch-Frisur auf dem Kopf hat und ein zweites Handtuch über die Augen gelegt hat. Sie bewegt sich überhaupt nicht. Ist sie tot? Er beugt sich über sie. Im gleichen Moment wacht sie aus der Entspannung auf und legt das Augen-Handtuch beiseite. Sie ist kurz überrascht über den Lockenschopf über ihr doch dann direkt glücklich. Ihre Augen treffen sich erneut, ein Lächeln fliegt über ihre Lippen und die Szene friert in kristallener Umrandung ein. Es wird nun noch 2 Minuten genau diese Szene in Ultra-Zeitlupe gezeigt, dann: Schnitt. Die Kamera fliegt aus dem Fenster hinaus und schwenkt über eine romantische Seen-Landschaft mit Hügeln bei Sonnenuntergang. Im Vordergrund fliegen noch einmal die zwei Schmetterlinge gemeinsam in die ewige Ferne. Schnitt. Ende.

Mit diesem perfekten Ende ist “Hügel der Träume” bereit für die Leinwand und wir erhoffen uns schon die ersten Oskar-Nominierungen im Jahr 2024. Für den interessierten Leser gibt es natürlich wie in unserem Verlag üblich, ein Begleitheft das ihr hier findet. Dort sind ein paar der im Film behandelten Themen noch einmal kurz erklärt um ein bisschen Licht in die Geschichte zu bringen und nebenbei noch unseren Bildungsauftrag zu erfüllen.