Wie ist es, wenn buddhistische Mönche beten, wenn sie Buddha mit ihren Mantras Ehren und sich Zeit nehmen, religiöse Reinheit zu erlangen? Wir haben mal wieder ein buddhistisches Kloster besucht und durften der Puja, dem zeremoniellen Höhepunkt eines buddhistischen Tages, beiwohnen. Das Kloster das wir besucht haben ist allerdings auch etwas außergewöhnliches, es ist Teil einer tibetanischen Flüchtlingssiedlung.
Als wir durch das große Eingangstor spazierten hörten wir bereits von weiter innen die ersten Gesänge und Trommelschläge. Wir bemühten uns also, möglichst ehrwürdig unsere Birkenstocks auszuziehen um zum Geschehen im Hauptraum dazuzustoßen. An den meisten Eingängen buddhistischer Klöster steht eine riesige Mantra-Rolle in einem Seitenraum, die man umrundend selbst andrehen kann. Viel kleinere Versionen dieser Rollen sind oft auch an den Außenwänden wichtiger Monumente oder Stupas angebracht, aber diese großen Rollen sind um einiges ruhiger. Scheinbar immer in Bewegung mahnt die kleine Glocke, die durch die Drehung der Rolle geläutet wird, zur Ruhe und Besinnung auf. Auch bei uns führte sie automatisch zu einer inneren Beruhigung und so öffneten wir vorsichtig die Stoffbahnen um ins Innere des Hauptraums zu gelangen.
Dort sahen wir uns mit einem Spalier sich in religiösem Singsang befindlicher buddhistischer Mönche konfrontiert. Ein roter Teppich führt direkt auf eine goldene Statue Buddhas zu, der vor einer Wand voller allerlei zeremoniellen Habseligkeiten saß. Da stehen dann Abbildungen der wichtigsten lokalen Mönche, vom Dalai Lama und andere Fotos sehr ähnlicher Figuren in goldenen Bilderrahmen an die Wand gelehnt. Die Rückwand selbst besteht eigentlich meist nur aus einer Glasvitrine die hunderte kleinerer Buddha-Statuen enthält. Alle wohnten sie dem Geschehen im Raum bei, erlaubten sich kein Urteil ob der aufwändigen Opfergaben auf den Tischen vor ihnen. Decke und Wände sind komplett bemalt, da wurde offensichtlich keine Müh gescheut um eine mystische Stimmung heraufzubeschwören.









