Als wir uns am Morgen zusammenrappelten war uns noch nicht bewusst, was für ein besonderer Tag uns bevorstand. Wir wussten nicht, wie viele spannende und eindrückliche Erfahrungen wir machen würden, wie unterschiedlich uns die Lebenswelten begegnen würden, die wir den Tag über besuchten. Unser Programm war eine “Country Side Tour” in Battambang. Doch dass diese Tour gleichzeitig eine Vielzahl der spannendsten Eindrücke in das alltägliche Leben in Kambodscha und Südostasien liefern würde war noch in keinem unserer müden Augenpaare ersichtlich. In dieser morgendlichen Müdigkeit zwängten wir uns, von unserem Rormokfahrer herzlich begrüßt, zu viert hinten in die Motorkutsche und fuhren in ein Abenteuer der ganz anderen Art.
Unser erster Stopp war der lokale Wochenmarkt etwas außerhalb der Großstadt. Nachdem wir unsere schmerzenden Hintern ob der ruppigen Fahrt ein wenig entspannten machten wir uns zusammen mit unserem in Höchstlaune befindlichen Guide auf den Weg durch den Markt. Das wuselige Treiben das dort herrschte macht es im Nachhinein nur schwer möglich, ein klares Bild unserer Eindrücke zu vermitteln. Ein Eisverkäufer ist damit beschäftigt, eine Wagenladung voller Eisquader an die auf Kühlung angewiesenen Fischhändler zu verkaufen. Während einer vor dem Wagen die Abrechnung macht ist der zweite damit beschäftigt, die riesigen Eismassen vom Wagen zu wuchten. Unser Guide läuft von Stand zu Stand und zaubert immer neue, uns völlig unidentifzierbare “Köstlichkeiten” von den Verkäufern hervor. Wir probieren dann der Reihe nach, mindestens leicht verstört, die Speisen und fragen uns direkt wie wir weitere Kostproben vermeiden könnten. Vorbei an gebratenen Vögeln, lebenden Krabben und anderem Krabbelgetier geht es für uns weiter durch die dichte Menschenmasse. Ein Zwischenstopp in einer Schmiede macht uns deutlich, wie viel Handarbeit hier jeden Tag notwendig ist um Klingen, Scharniere und ähnliche Bauteile wieder in Form zu bringen. Während ich noch überlege wohin ich den Rest fritierten Irgendwas unauffällig beseitigen kann drückt mir unser Guide schon die nächste “local specialty” in die Hand. Nachdem ich längere Zeit versuche meinen Mund aufzumachen um ich bei ihm zu bedanken, meine Zähne kleben noch voller Irgendetwasanderem, gebe ich schließlich auf und ergebe mich meinem Schicksal. Unser Guide, angespornt von meinem gequälten Lächeln, verhandelt schon wieder heftig mit der Verkäuferin um die Nächste Kostprobe
















