Das K-Drama “Hügel der Träume” ist ein vielschichtiges Werk des bekannten Drehbuchautors Ruben Schlenkerstein. Es erarbeitet in romantisch-humorvoller Weise die Geschichte Sillas für ein koreanisches Publikum. Für die Interessierten LeserInnen gibt es nun auch dieses Begleitheft, in dem ein paar hilfreiche Fakten zum Thema aufgearbeitet werden.
K-Dramas
Das zumindest für westliche Zuschauer noch recht frische Genre des K-Dramas ist eine speziell koreanische Art der Filmeproduktion. Besonders einprägsam sind die sehr klaren Rollenbilder des alles-erklärenden, in sich ruhenden Mannes und der oft hilflosen, aber intelligenten Frau. Im Westen oft als kitschig verklärt bringt das K-Drama allerdings immer wieder auch spannende, neue Perspektiven in eine sonst westlich dominierte Branche und ist so unter anderem für Oskar-Gewinnende Hits wie “Parasite” zu größerer Beliebtheit gekommen. Es ergänzt so also angenehm eine sonst oft eher einseitige Filmlandschaft in Europa.
Schönheits-OPs
Korea ist ein Land des Opportunismus. Hier ist der Stellenmarkt hart umkämpft und es wird in vielen Bereichen bis ins Extreme optimiert. So sind Wochenarbeitszeiten von 60-70 Stunden keine Ausnahme. Um sich unter anderem auf diesem Arbeitsmarkt zu etablieren ist es in Korea eine anerkannte Herangehensweise, sich der ein oder anderen optischen Verbesserung hinzugeben. In Korea begegnet man auch immer wieder frisch operierten Menschen auf der Straße, das ist nichts besonderes hier.
Silla
Das Königreich Silla ist eines der drei alten Königreiche Koreas die zwischen den Jahren 300 und 700 unserer Zeitrechnung die Kontrolle in diesem Land innehatten. Die Grabhügel in Gyeongju sind eine wichtige Quelle über dieses Königreich und erzählen von einer ausgeprägten Hofkultur und einem durchstrukturiertem Beamtenapparat. Dennoch ist es nicht zu empfehlen, auf einem dieser Hügel herumzuspazieren denn jenen opportunen Wanderern wird eine saftige Strafe von 35.000 Euro oder 3 Jahren Haft in Aussicht gestellt. Trotz dieser Strafe ist es bisweilen ganz schön schwer der offensichtlichen Versuchung einer kleinen Bergtour zu widerstehen, laden die wunderschönen, weichen Hügel doch geradezu dazu ein, sich in Purzelbäumen oder als menschliche Lawine herunterrollen zu lassen.
Koreanische Saunen
In Korea gibt es zahllose Saunenlandschaften, in denen sich Männlein wie Weiblein gepflegt für ein paar Stunden entspannen können. Anders als in Deutschen Saunen ist hier allerdings das Zeigen von nackten Körpern nur innerhalb des Geschlechts akzeptiert. Da gibt es dann den getrennten Bereich in dem unterschiedlichste Wasserbecken und Saunen für das Wohl von Körper und Seele sorgen. Nebenan ist dann aber auch der geteilte Bereich für den alle Besucher extra Kleidung vom Sauna-Personal gestellt bekommen. Mit kurzer Hose und T-Shirt schwitzt man sich dann durch verschiedenste Warmräume oder legt sich für eine Pause in einen der Ruhe-Räume mit Massage-Sitzen und Fernseher.

